Es gibt Gerichte, die fühlen sich an wie eine Pause. Dieses Linsen Dal ist für mich genau so ein Essen. Es ist warm, sanft gewürzt, sättigend, aber nie schwer. Ein Gericht, das leise ist, nicht laut. Kein Showstopper, sondern ein ehrlicher Klassiker, der einfach gut tut. Deswegen gibt es dieses Gericht bei uns auch mindestens einmal die Woche.
Ich koche dieses Dal besonders gern an Tagen, an denen ich etwas Erdendes brauche. Wenn es draußen grau ist oder ich keine Lust auf komplizierte Rezepte habe. Ein Topf, ein Holzlöffel, Zeit zum Rühren – mehr braucht es nicht. Und genau darin liegt der Zauber.
Warum Linsen Dal so beliebt ist
Dal ist ein Grundpfeiler der indischen Küche. Kein Trend, kein „Superfood-Hype“, sondern ein tägliches, vertrautes Essen.
Der Grund dafür ist simpel:
- Linsen sind sättigend und bekömmlich
- Gewürze sorgen für Tiefe statt Schärfe
- das Gericht ist günstig, nahrhaft und vielseitig
- es lässt sich wunderbar vorbereiten
Indisches Linsen Dal ist ein Essen, das viele Menschen seit Generationen begleitet. Und genau das spürt man beim Kochen und Essen.
Was ein gutes Linsen Dal ausmacht
Ein wirklich gutes Dal erkennt man nicht an seiner Schärfe, sondern an seiner Balance. Es soll:
- cremig sein, aber nicht dick
- würzig, aber nicht dominant
- warm im Geschmack, nicht aggressiv
Die Gewürze spielen dabei die Hauptrolle, aber sie drängen sich nicht in den Vordergrund. Besonders wichtig ist ein gutes Currypulver. In diesem Rezept verwende ich selbstgemachtes Currypulver, das ich separat verlinkt habe. Es ist ausgewogen, nicht bitter und passt perfekt zu Linsengerichten.
Die Magie der Gewürze – sanft statt scharf
Viele verbinden indisches Essen automatisch mit extremer Schärfe. Dieses Linsen Dal beweist das Gegenteil.
Hier geht es um:
- Kreuzkümmel für Erdigkeit
- Koriander für Wärme
- Kurkuma für Tiefe und Farbe
- Garam Masala für den runden Abschluss
Die Gewürze werden kurz angeschwitzt, damit sich ihre Aromen entfalten können. Dieser Moment entscheidet darüber, ob das Dal flach oder vielschichtig schmeckt.
Linsen Dal: Rezept

Zutaten
- 300 g rote Linsen
- 2 EL Olivenöl
- 1 rote Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 1 daumengroßes Stück Ingwer
- 1 TL Currypulver
- 1 TL Garam Masala
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1/4 TL Koriander, gemahlen
- 1/4 TL Kurkuma, gemahlen
- 800 g Gemüsebrühe
- 1 Dose passierte Tomaten (400g)
- Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Zum Servieren
- gehackte Petersilie
- 1 EL Sesamkörner
Anleitungen
Vorbereitung
- Lisen in reichlich Wasser einweichen und für ca. 4 Stunden ziehen lassen.
Linsendal
- Das Olivenöl in einem Schmortopf bei mittlerer Hitze erwärmen. Sobald das Öl warm ist, die Zwiebeln hinzufügen und etwa 8-10 Minuten lang dünsten.In der Zwischenzeit Knoblauch und Ingwer fein hacken.
- Knoblauch und Ingwer zu den Zwiebeln geben. Etwa 1 Minute mitdünsten. Nun die Gewürze dazugeben und etwa 30 Sekunden unter Rühren anschwitzen.
- Mit Gemüsebrühe ablöschen und dabei die angebratenen Stücke vom Topfboden lösen.
- Die Linsen gut abspülen und etwas abtropfen lassen. Dann in den Schmortopf geben.
- Die passierten Tomaten hinzufügen. Alles umrühren und das Dal für 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Regelmäßig umrühren und bei Bedarf etwas Wasser dazu geben, damit das Dal ausreichend Flüssigkeit hat.
Servieren
- Das Dal vor dem Servieren mit der gehackten Petersilie und Sesamkörnern bestreuen.
- Dazu passt Jasminreis oder Naan Brot.
Notizen
- Wer es schärfer mag, kann das Dal auch mit etwas Chiliöl servieren.
- Statt den roten Linsen könnt ihr auch gelbe Linsen verwenden.
Warum rote Linsen perfekt für Dal sind
Rote Linsen sind ideal für Dal, weil sie:
- schnell garen
- beim Kochen zerfallen
- eine cremige Konsistenz ergeben
Sie bilden die perfekte Basis für Gewürze und Flüssigkeit. Beim langen, sanften Köcheln verbinden sich alle Komponenten zu einem Gericht, das fast schon von selbst harmonisch wird.
Geduld zahlt sich aus – Dal braucht Zeit
Auch wenn das Rezept einfach ist: Zeit ist eine wichtige Zutat. Ein gutes indisches Linsen Dal sollte:
- langsam köcheln
- regelmäßig umgerührt werden
- bei Bedarf etwas Flüssigkeit bekommen
So wird es cremig, ohne anzubrennen, und die Linsen können ihre Stärke optimal abgeben. Am Ende entsteht ein Dal, das nicht gekocht wirkt, sondern gereift.
Wozu passt indisches Linsen Dal am besten?
Dal ist unglaublich vielseitig. Besonders gut passt es zu:
- Jasmin- oder Basmatireis
- Naan oder Fladenbrot
- geröstetem Gemüse
- als Meal-Prep für mehrere Tage
Ich mag es am liebsten ganz schlicht – mit Reis und etwas frischem Koriander obendrauf. Mehr braucht es nicht.
Variationen & Anpassungen
Dieses indische Linsen Dal lässt sich leicht anpassen:
- Schärfer: mit etwas Chiliöl oder frischer Chili
- Milder: Gewürze leicht reduzieren
- Abwechslung: gelbe Linsen statt roter Linsen
- Extra cremig: etwas länger köcheln lassen
Dal ist kein starres Rezept. Es lebt davon, dass man es abschmeckt und an den eigenen Geschmack anpasst.
Warum Dal echtes Comfort Food ist
Für mich ist Linsen Dal kein „exotisches“ Gericht, sondern echtes Wohlfühlessen. Es ist warm, nahrhaft und beruhigend. Ein Essen, das man nicht nebenbei isst, sondern bewusst. Vielleicht ist genau das der Grund, warum Dal seit Jahrhunderten gekocht wird – in unzähligen Varianten, aber immer mit derselben Idee: Einfach, ehrlich, sättigend.
Es ist ein Gericht, das man immer wieder kochen kann, ohne dass es langweilig wird. Es braucht keine komplizierten Techniken, sondern gute Zutaten, Zeit und ein Gespür für Gewürze. Mit unserem selbstgemachten Currypulver bekommt es zusätzlich Tiefe und Charakter. Wenn du ein Essen suchst, das wärmt, satt macht und trotzdem leicht bleibt, dann ist dieses Dal genau richtig.
Häufige Fragen zu indischem Linsen Dal
Kann man Dal vorbereiten?
Ja. Es schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser.
Ist indisches Linsen Dal gesund?
Linsen liefern pflanzliches Protein, Ballaststoffe und machen lange satt. In Kombination mit Gewürzen ist Dal ein sehr ausgewogenes Gericht.
Warum wird mein Dal zu dick oder zu dünn?
Die Konsistenz lässt sich jederzeit mit etwas Wasser oder Brühe regulieren.






